re: deutsche fußtritte für menschenrechte
Mittwoch, 31. Oktober 2007 11:17
· von meik
sehr geehrter herr kollege,
genau richtig das. in einem detail muß ich jedoch widersprechen: es mag zwar jeder einwenden, es gebe einen dimensionalen unterschied zwischen studiengebühren und folter, ob dieser einwand "zu recht" oder besonders weitsichtig wäre, steht für mich aber auf einem anderen blatt.
in den menschenrechten finden die schmerzlichen lehren aus nazidiktatur und zweitem weltkrieg ihren niederschlag. die aufgenommenen punkte sollen in ihrer gesamtheit sicherstellen, daß die weltgemeinschaft so etwas nicht noch einmal auch nur im keim entstehen läßt. daher steht auch geschrieben, daß diese rechte "universell und unteilbar" seien; es habe also jede(r) ein anrecht darauf, weil er/sie ein mensch ist, und auch ein anrecht auf alle rechte. es gibt dabei ganz bewußt keine wertung in "wichtige" und "unwichtige" menschenrechte.
gegen wen werden denn knüppel geschwungen, wer wird verschleppt und gefoltert? das passiert ja meist nicht zufällig, sondern es sind in der regel die gut und hintergründig informierten, die mit der weitergabe ihres wissens an einem bestehenden regime rütteln. man könnte sagen, daß gezielter informations- oder bildungsentzug den knüppel langfristig unnötig macht. eine berühmte analogie von chomsky besagt, daß in demokratischen systemen gezielte (des)information das sei, was in totalitären systemen der schlagstock darstelle. [ich interpretiere wie früher schon dargelegt auch entwicklungen wie vorratsdatenspeicherung und online-durchsuchung vor diesem hintergrund.]
ich möchte also unterstreichen, daß die unteilbarkeit der menschenrechte nicht zur diskussion gestellt werden darf. es ist unsere verantwortung, auf ihre achtung im ganzen zu drängen, besonders vor der eigenen haustür.
[ein früherer eintrag zu christians posting: menschenrichter]
genau richtig das. in einem detail muß ich jedoch widersprechen: es mag zwar jeder einwenden, es gebe einen dimensionalen unterschied zwischen studiengebühren und folter, ob dieser einwand "zu recht" oder besonders weitsichtig wäre, steht für mich aber auf einem anderen blatt.
in den menschenrechten finden die schmerzlichen lehren aus nazidiktatur und zweitem weltkrieg ihren niederschlag. die aufgenommenen punkte sollen in ihrer gesamtheit sicherstellen, daß die weltgemeinschaft so etwas nicht noch einmal auch nur im keim entstehen läßt. daher steht auch geschrieben, daß diese rechte "universell und unteilbar" seien; es habe also jede(r) ein anrecht darauf, weil er/sie ein mensch ist, und auch ein anrecht auf alle rechte. es gibt dabei ganz bewußt keine wertung in "wichtige" und "unwichtige" menschenrechte.
gegen wen werden denn knüppel geschwungen, wer wird verschleppt und gefoltert? das passiert ja meist nicht zufällig, sondern es sind in der regel die gut und hintergründig informierten, die mit der weitergabe ihres wissens an einem bestehenden regime rütteln. man könnte sagen, daß gezielter informations- oder bildungsentzug den knüppel langfristig unnötig macht. eine berühmte analogie von chomsky besagt, daß in demokratischen systemen gezielte (des)information das sei, was in totalitären systemen der schlagstock darstelle. [ich interpretiere wie früher schon dargelegt auch entwicklungen wie vorratsdatenspeicherung und online-durchsuchung vor diesem hintergrund.]
ich möchte also unterstreichen, daß die unteilbarkeit der menschenrechte nicht zur diskussion gestellt werden darf. es ist unsere verantwortung, auf ihre achtung im ganzen zu drängen, besonders vor der eigenen haustür.
[ein früherer eintrag zu christians posting: menschenrichter]


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