bundestag lehnt perso ab
Montag, 13. Dezember 2010 18:53
· von meik
ich: "guten tag, michalke, ich habe hier einen termin und werde gleich vom assistenten eines parlamentariers abgeholt."
empfangsdame: "wer sind sie?"
i: "meik michalke."
e: "sie müssen sich natürlich schon irgendwie ausweisen."
i: "natürlich, hier ist mein personalausweis."
e: "personalausweis geht nicht."
i: "wie bitte? sie akzeptieren einen personalausweis nicht?"
e: "wir haben eine weisung, aus datenschutzrechtlichen gründen keine personalausweise anzunehmen. haben sie noch etwas anderes? führerschein? oder eine bahncard?"
i: "bahncard 50 reicht?"
e: "ja, die nehmen wir. steht da auch ihr geburtsdatum drauf?"
i: "das glaube ich kaum."
e: "können sie uns das dann einfach noch sagen?"
mit der bahncard in den bundestag
ich sagte mein geburtsdatum, und dann war ich drin. also, wenn das nicht das totale versagen des projekts "neuer personalausweis" belegt (dabei hab ich noch den alten). oder sehen wir es positiv -- falls die regierung noch gute argumente für das hoheitliche kärtchen sammelt, wie wäre es damit:
"profitieren sie von den praktischen features ihres neuen ausweisdokumentes und sparen sie die hälfte bei reisen mit der deutschen bahn!"


Oh, das hat damit zu tun, dass nun endlich ins Personalausweisgesetz festgeschrieben wurde, dass der Personalausweis nicht hinterlegt werden darf, das macht ja Angesichts der eID- usw.-Funktionen auch total Sinn.
Vgl. http://www.lawblog.de/index.php/archives..
Was mich allerdings wundert: Dass sie den Ausweis nicht zur Identitätsfeststellung wollten. Aber die Empfangsdame hat eh keine Möglichkeit, den Besuch eines Parlamentarieres zurückzuweisen.
Juko :: Donnerstag, 16.12.2010 09:27 :: antworten